Der Bettelstudent

Operette in 3 Akten von Carl Millöcker in der Stiftsruine Bad Hersfeld am 7. August 2015

Zu unserer diesjährigen Fahrt nach Bad Hersfeld hatten sich wieder zahlreiche Mitglieder angemeldet.
Carl Millöckers Operette „Bettelstudent“ eroberte schon gleich nach der Uraufführung am 6. Dezember 1882 im Theater an der Wien die Bühnen der Welt.

Kurzinhalt:
Ein Kuss auf die Schulter – ein Schlag ins Gesicht. Mit ihrem Fächer hat die schöne polnische Komtesse Laura die Avancen des sächsischen Gouverneurs von Krakau, Oberst Ollendorf, vor aller Öffentlichkeit quittiert. Das muss gerächt werden! Ollendorf entlässt aus seinem Gefängnis den Bettelstudenten Symon, der als millionenschwerer Fürst Wybicki um Laura werben soll und den politischen Häftling Jan, den er zum Sekretär des vermeintlichen Fürsten macht. Nach der Hochzeit soll der ganze Schwindel auffliegen und die Gräfin Nowalska mit ihren beiden Töchtern Laura und Bronislawa zum allgemeinen Gespött gemacht werden.

Ollendorfs Racheplan scheint aufzugehen. Jedoch auch Symon und Jan haben sich in die beiden Mädchen verliebt und meinen es ernst. Während Symon darüber nachdenkt, wie er Laura seine wahre Identität gestehen kann, ohne ihre Liebe zu verlieren, nutzt Jan die etwas unübersichtliche Lage, um Polen von der Herrschaft der Sachsen zu befreien. Am Ende kündigt Kanonendonner den Sieg der Freiheit und der Liebe an. Während sich Laura und Symon, sowie Jan und Bronislawa glücklich in die Arme schließen, hat Oberst Ollendorf ausgespielt.

Unvergängliche Hits wie „Ach ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst“ „Schwamm drüber“ oder „Ich knüpfte manche zarte Bande“ stehen für eine der bis heute populärsten Operetten überhaupt.

Erfrischend und mitreißend  wurde diese Operette von den Bad Hersfelder Opernfestspielen in Szene gesetzt. Als Oberst Ollendorf, Gouverneur von Krakau, konnten wir den Starbassisten Gunther Emmerlich erleben. Besonders ansehnlich waren auch die stilvollen historischen Kostüme  und so gab es am Ende für diese sehenswerte Aufführung natürlich starken Beifall.