Holztechnikmuseum Wettenberg-Wissmar am 04.07.2019

„Der Sinn eines Museums besteht in der Bewahrung des Kulturerbes.“

Wie interessant das sein kann, erlebten die Mitglieder des Kulturrings bei einem Rundgang durch das Museum. Unter fachkundiger Führung wurde uns in 5 Abteilungen das Naturprodukt Holz in seiner unterschiedlichen Form und Verwendung an praktischen Beispielen vorgestellt. So erfuhren wir u.a., dass verschiedene Holzsorten die Ausgangsstoffe für z.B. Viskose liefern und aus Fichtenholz Vanillin geworden wird. Nicht zu vergessen das Clopapier!
An verschiedenen Stationen und Informationstafeln wurde uns die weitere Nutzung und Bearbeitung des Werkstoffes Holz erklärt und gezeigt.
Ein Gast durfte unter Aufbietung großer Kräfte ein Gewicht in die Höhe leiern, um dann zu erfahren, dass er mit dieser Energie gerade mal soviel Strom erzeugt hat, um einen Fingerhut voll Wasser zu kochen. Erstaunlich war auch ein ca. 8 x 8 cbcm großer Würfel mit der Aufschrift „1 sec. Wettenberg“, d.h. in einer Sekunde wächst in Wettenberg so viel Wald nach, und der darunter liegende größere Holzblock von ca. 70 cbcm repräsentiert den Holzzuwachs im Land Hessen – ebenfalls in einer Sekunde. Erstaunlich viel!

Das Kernstück des Museums bildet das Sägegatter aus dem Jahre 1950 und eine Dampfmaschine aus dem Jahre 1937. An den Dampf- und Gattertagen kann man beide Maschinen in Aktion erleben.

Ein weiteres Highlight hielt das Holzmuseum als Überraschung für uns bereit: Der berühmte Allendorf Künstler Dieter Wissner erwartete uns an der Drechselmaschine und führte uns seine Künste vor. Geduldig beantwortet er die Fragen der neugierigen Besucher.
Zum Schluss erhielten wir im Schnelldurchgang noch Informationen über fossile Brennstoffe, Sonnenenergie und erneuerbare Energieträger wie Wind- und Wasserkraft, Solarthermik und vieles mehr. Ein weites Feld!
Und ganz zum Schluss servierte man uns im Außenbereich des Holz-Technik-Museums an einem schattigen Platz Kaffee und leckeren Kuchen.
Das Holz-Technik-Museum (HTM) wurde im Jahr 2007 durch das Hessische Kultusministerium zum Regionalen Umweltbildungszentrum ernannt. Im vergangenen Jahr konnte das Museum über 11.000 Besucher begrüßen, mit steigender Tendenz.