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Altstadtbesichtigung Alsfeld

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Das Rathaus von Alsfeld

Am 24. Juni besuchten wir die historische Fachwerkstadt Alsfeld. Wir starteten um 12.30 Uhr in Staufenberg und nahmen anschließend in Treis, Allendorf und Londorf die dortigen Mitreisenden auf. Entgegen unserer Befürchtung kamen wir auf der Autobahn flott voran und wurden nicht durch die am Freitag üblichen Stauungen auf der A5 aufgehalten, wir hatten in Alsfeld keinen Gewittersturm, sondern strahlenden Sonnenschein und entsprechend sommerliche Temperaturen.

Auf dem Marktplatz wurden wir dann von den beiden Mitarbeiterinnen des Tourist Center Alsfeld, Frau Becker und Frau Wagner begrüßt. Von hier machten wir uns in zwei Gruppen auf den Weg zur Altstadtführung durch den historischen Stadtkern von Alsfeld. Während der Altstadtführung informierten uns die beiden Damen durch interessante und kurzweilige Erklärungen über die Bedeutung der verschieden prächtigen Häuser die wir während unserer Führung gesehen bzw. besichtigt haben.

Insbesondere ist hierbei das Weinhaus aus dem Jahre 1538 zu erwähnen an dessen Ecke zum Marktplatz der Pranger angebracht war. Einer der Teilnehmer aus unserer Gruppe musste erleiden dass ihm der an dem Haus befestigte Halsring angelegt wurde und er somit am Pranger stand. Weiter ging die Führung zum Hochzeitshaus, ein Tanz- und Festhaus aus dem Jahre 1564 und dem Stumpfhaus, ein prächtiges Haus am Marktplatz an dessen Ecke sich der Besitzer des Hauses am Eckbalken in einer Schnitzerei verewigen ließ und somit auch über seinen Tod hinaus, auf den Alsfelder Marktplatz blicken kann. Der Besuch der Walpurgiskirche aus dem 13. Jahrhundert war wegen der hier herrschenden kühlen Temperaturen eine willkommene Rast um der draußen herrschenden Hitze zu entgehen.

Zum Schluss hatten wir dann Gelegenheit, im Rathaus auf der engen Wendeltreppe zum Sitzungssaal des Magistrats sowie zum Trauzimmer hinaufzusteigen. Hier wurden wir dann über die historische Entwicklung des in diesem Jahr 500 Jahre alten Rathauses informiert. Gleichzeitig endete hier auch die Alstadtführung. Jetzt konnten die Teilnehmer die verbleibende Zeit bis Rückfahrt um für einen ausgiebigen Stadtbummel oder auch für einen Besuch in einem der zahlreichen Lokale, insbesondere im Biergarten nutzen. Zahlreiche Teilnehmer fanden auch den Weg in das in unserer Region geradezu einmalige Kaufhaus „ Ramspeck“. Hier gibt es fast alles was man im einem gut sortierten Trödelladen kaufen kann.

Um 18.00 Uhr setzte sich unser Bus wieder in Richtung Heimat in Bewegung. Aus den zahlreichen Rückmeldungen der Teilnehmer war zu entnehmen, dass sie mit unserem Programm sehr zufrieden waren.

Bilder: Fotogruppe des Kulturrings Allendorf e.V.

Kulturring hat jetzt 300 Mitglieder

Stellv. Vorsitzender Hartmut Winkler, 300. Mitglied Susanne Gimbel und 1. Vorsitzender Herwig Stein

Stellv. Vorsitzender Hartmut Winkler, 300. Mitglied Susanne Gimbel und 1. Vorsitzender Herwig Stein

Der 1. Vorsitzende des Kulturrings Allendorf/Lumda Herwig Stein und sein Stellvertreter Hartmut Winkler konnten am 18. Juni 2016 Frau Susanne Gimbel im Allendorfer Stadtteil Climbach als 300. Mitglied im Kulturring herzlich begrüßen.

Herwig Stein war besonders erfreut darüber, dass der Aufwärtstrend beim Kulturring unvermindert anhält, und die Veranstaltungsangebote auf zunehmendes Interesse bei der Bevölkerung stoßen. Der Kulturring Allendorf wurde am 05.01.1951 gegründet und hatte im Jahre 2010 221 Mitglieder, die aus Allendorf, den Nachbargemeinden Rabenau, Staufenberg, Lollar, Wettenberg, Ebsdorfergrund, Marburg sowie aus verschiedenen andern Gemeinden kommen. In diesem Jahr konnte der Verein inzwischen einen Zuwachs von 28 neuen Mitgliedern verzeichnen.

Diese Entwicklung sieht der Vereinsvorstand auch als Verpflichtung, sich weiterhin intensiv darum zu bemühen, seinen Mitgliedern und allen Interessierten, auch in Zukunft ein interessantes und ausgewogenes Programm kultureller Veranstaltungen anzubieten.

Jahreshauptversammlung 2016

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung fand am Freitag, den 18. März um 20.00 Uhr im kleinen Saal des Bürgerhauses Allendorf/Lda. statt.  Der 1.Vorsitzende Herwig Stein begrüßte die zahlreichen Gäste. Zunächst erhoben sich die Anwesenden um eine Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder einzulegen. Anschließend folgten die Ehrungen langjähriger Mitglieder. 

(1. Vorsitzender Herwig Stein, Herbert Klingelhöfer, Johanna Fey, Hermann Römer, Johanna Muth)

(1. Vorsitzender Herwig Stein, Herbert Klingelhöfer, Johanna Fey, Hermann Römer, Johanna Muth)

Für 40 jährige Mitgliedschaft wurde Frau Johanna Fey geehrt. Für 50 jährige Mitgliedschaft wurden  Herr Herbert Klingelhöfer und Herr Hermann Römer geehrt. Frau Johanna Muth wurde für ihre 25jährige erfolgreiche Tätigkeit  im Vorstand des Vereins geehrt.

Im Tätigkeitsbericht der Theatergruppe wies Johanna Muth darauf hin, dass die Theaterfahrten den größten Teil der Vereinsaktivitäten einnehmen. So berichtete sie von 4 Fahrten in das Stadttheater Gießen und einer Fahrt in das Staatstheater Kassel, über eine Aufführung  der Operette „Der Bettelstudent“ in der Stiftsruine in Bad Hersfeld, über eine Aufführung der  Oper „Der Freischütz“ als Puppenspiel im Marionettentheater Schartenhof, sowie über das Gastspiel des Kikerikitheaters in Garbenteich.

Im Tätigkeitsbericht der Fotogruppe informierte Hartmut Winkler anschließend über die Aktivitäten der Fotogruppe. Die  Bilderausstellung in „Reunings Halle der Kunst“ anlässlich des Allendorfer Nikelsmarktes ist auf großes Interesse gestoßen, ebenso fand ein Lichtbildervortrag  „Kanada von der Prärie in die  Rocky Mountains“ großen Anklang.

Im Tätigkeitsbericht des 1. Vorsitzenden Herwig Stein informierte er die Mitglieder über die wesentlichen Aktivitäten und Vorstandssitzungen des abgelaufenen Jahres. Insbesondere der  Besuch im Hofgut Friedelhausen mit anschließender Besichtigung von Schloss Friedelhausen sowie der Tagesausflug nach Eisenach mit Besichtigung der Wartburg und Führung durch die Altstadt waren für Ihn Anlass, seine Freude darüber zum Ausdruck zu bringen, dass diese Veranstaltungen auf große Resonanz bei den Mitgliedern gestoßen ist.

Die Kassenführerin Erika Hofmann berichtete umfänglich über die finanzielle Lage des Vereins und  von einem sehr zufriedenstellenden  Kassenstand. Aus dem anschließenden Bericht der Kassenprüferinnen haben sich erwartungsgemäß keine Beanstandungen ergeben.
Sie sprachen darüber hinaus Frau Hofmann aufgrund ihrer arbeitsintensiven Tätigkeit  ein großes Lob aus.

In der nachfolgenden Abstimmung wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden sämtliche Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • 1. Vorsitzender: Herwig Stein
  • Stellvertretender Vorsitzender: Hartmut Winkler
  • Kassenführerin: Erika Hofmann
  • Schriftführerin: Gisela Schmiedel
  • Theatergruppe: Johanna Muth
  • Beisitzer: Ida Garrecht, Inge Gundlach und Christiane Hümmer

Zum Schluss des offiziellen Teils der Versammlung bat der erste Vorsitzende Herwig Stein die Mitglieder, sich im Falle einer Verhinderung rechtzeitige abzumelden. Die Veranstaltungen müssen lange im Voraus geplant werden, d. h. der Verein muss in Vorlage treten und sämtliche Theaterkarten sind vorab zu bezahlen. Aus diesem Grund ist eine Rückerstattung nicht möglich. Er bat darum, sich bei Verhinderung rechtzeitig bei Johanna Muth abzumelden. Sie kann in den meisten Fällen Karten an Interessenten weitergeben, die bereits auf der Warteliste stehen. Weiter führte er aus, dass man bemüht sei, den Mitgliedern ein attraktives Programm zu bieten. Die Resonanz auf das Angebot sei durchaus positiv, was die steigenden Mitgliederzahlen beweisen würden. Zuletzt lobte er die gute Zusammenarbeit im Vorstand und bedankte sich für die einstimmige Wiederwahl des Vorstandes.

Nach diesem offiziellen Teil sahen wir eine digitale Bilderschau: „Impressionen einer Schiffsreise von Hamburg bis zum Nordkap.“ Herwig Stein erklärt zunächst seine Reiserroute und berichtet in einer aufwendig hergestellten Video- und Dia-Präsentation über die Höhepunkte  dieser Reise. Danach genießen die Zuschauer die eindrucksvollen Bilder aus Europas hohem Norden.

Bilder aus unseren Veranstaltungen

Chronik des Kulturrings Allendorf (Lumda) e.V.

Zusammengestellt von Stadtarchivar Karl-Heinz Phieler anlässlich des 50-jährigen Jubiläums im Jahre 2001.

Am 5. Januar 1951 wurde der Kulturring Allendorf (Lumda). gegründet. Zur Gründungs-versammlung hatte der städtische Angestellte Wilhelm Lotz eingeladen. Es erschienen je 2 Vertreter der örtlichen Vereine und „andere Personen“. Laut Protokoll und der in der gleichen Sitzung beschlossenen Satzung stellte sich der Verein folgende Aufgaben:

1. Die Pflege, Verschönerung und Erhaltung der Naturschönheiten in der näheren Umgebung der Stadt Allendorf/Lda.
2. Die Förderung der Volksbildung auf allen Gebieten und die Betreuung der Jugend.

Am gleichen Tag wurde auch der erste Vorstand gewählt und zwar zum 1. Vorsitzenden Lehrer Rudolf Klier, zum 2. Vorsitzenden und Schriftführer der städtische Angestellte Wilhelm Lotz und zum Kassenwart der Rechner der Stadt Ernst Kuhl. In den erweiterten Vorstand kamen Bürgermeister Schwarz, Rektor Küster, Pfarrer Bill, Pfarrer Gröger, Pfarrer Stallmann und je ein Vertreter der angeschlossenen Vereine.

Nicht zuletzt war auch ein Gründungsrund, hier ein Forum zu schaffen, Termine und Aktivitäten mit den Vereinen und Kirchen und im Einvernehmen mit der Stadt zu verabreden und zu koordinieren. Das erkennt man an der Zusammensetzung des ersten Vorstandes. Dieser Gründungszweck verlor aber bald an Bedeutung und kam in diesem Sinn auch kaum zum Tragen.

Der Verein wurde sofort aktiv. In der Gemarkung Allendorf wurden Ruhebänke aufgestellt und an verschienen Plätzen Bäume gepflanzt. Viel Platz nahm die Volksbildungsarbeit ein. Später nannte man das Erwachsenenbildung. Im Jahre 1976 wurde die Erwachsenenbildung neu organisiert und voll von der Kreisvolkshochschule übernommen. Schon im 1. Vereinsjahr fanden zahlreiche Vorträge und Filmvorführungen statt. Namhafte Referenten wie Richter Dr. Scheld oder der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Dr. Bramesfeld oder auch der für Kultur beim Landratsamt Gießen zuständige Dr. Aschenbrenner waren mit die ersten Vortragenden bei den Veranstaltungen. Der Vorsitzende konnte bei der ersten Jahreshauptversammlung schon auf 22 Veranstaltungen mit insgesamt 2820 teilnehmenden Personen hinweisen. Zahlen, die heute erstaunen.

Seit 1953/1954 finden die Theaterfahrten statt. Diese Sparte ist noch heute aktiv und nicht zuletzt auch Dank der Organisatorin Johanna Muth, die das Amt seit 1990 ausführt. Vordem war viele Jahre Gretel Ullmann zuständig.

Anfang der 50er Jahre fanden die ersten Lehrgänge statt; z. B. ein Stenografielehrgang. Lehrgangsleiter war Lehrer Walter Ritter. Kurse für Rechnen, Mengenlehre, Keramik, Fremdsprachen, Maschinenschreiben, Basteln, Nähen, Kochen, Vollwerternährung, Flötenspielen, eben aus allen Bereichen fanden unter der Regie des Kulturrings regen Zuspruch.
Im November 1955 etablierte sich eine Musikgruppe mit 20 Jugendlichen. Sie trat am Heimatabend des Nikelsmarktes 1958 öffentlich auf. Karl-Ludwig Ruhs war hier der Boss. Nach 12 Jahren löste sich die Gruppe wieder auf.

Am 22. April 1958 wurde die Fotogruppe ins Leben gerufen. 33 Jahre stand Wilhelm Keil der Fotogruppe vor. Sein Nachfolger wurde 1988 Gottfried Römer, der wiederum von Hartmut Winkler abgelöst wurde. Die zwar kleine aber feine Gruppe ist weiterhin sehr aktiv. Durch Dia- und Filmvorträge sowie Bilderausstellungen und Fotoexkursionen erreichen die Arbeiten über den Verein hinaus viel Publikum. Die Werke über die „600-Jahre-Stadt-Allendorf“ und der „1200-Jahrfeier“ Allendorfs haben bereits historischen Wert. Die Fotogruppe ist ein Aushängeschild des Kulturrings.

Ebenfalls 1958 begann die Reisezeit beim Kulturring. Zunächst fanden Tagesausflüge statt. U. a. waren Attendorn, das Ahrtal, Kloster Arnsburg und Rhein und Mosel die Ziele.

Im August 1961 fand erstmals ein 14-tägiger Aufenthalt im Ötztal /Tirol mit 35 Personen statt. Diese Fahrt ist heute noch bei einigen Mitgliedern in guter Erinnerung. 1962 nahm man in Unterwössen bei Reit im Winkl Quartier. Das Zillertal und der Bayrische Wald waren weitere Urlaubsziele. Der Schwarzwald, die Schweiz und Frankreich wurden besucht. Zeitungsberichte lauteten 1976: Erlebnisreiche Wochen im „Allgäu und den Alpen“ oder „Kulturring in der Rhön“. Heinrich Bender, August Maurer, Karl Hengst und Wilhelm Schomber waren die Organisatoren dieser Reisen.

Von der Mitte der 60er bis Mitte der 70er Jahre bestand eine Schachgruppe. Ihr Leiter war Rudolf Richter. Ein Höhepunkt war ein Schachabend „Alle gegen einen“, nämlich den Schachjugendmeister des Landes Nordrhein-Westfalen.

1976: Halbzeit. 25 Jahre Kulturring. Eine Jubiläumsfeier fand nicht statt. Ich wende mich zunächst einmal den Funktionsträgern des Vereins zu. Überhaupt gab es bis zu dieser Zeit eine kleine Zäsur. Von der Vereinsgründung bis 1974 war Rudolf Klier 1. Vorsitzender. Er wurde Ehrenvorsitzender. Wilhelm Keil übernahm die Gesamtleitung bis zum 11.02.1987 und wurde Ehrenvorsitzender. Wie bereits erwähnt, gab er dann auch 1991 die Fotogruppe ab. Somit hat er insgesamt 33 Jahre dem Vorstand angehört.

Gitta Hentschker-Kranixfeld übernahm das Amt der 1. Vorsitzenden bis zum März 1995. Ihre Nachfolgerin wurde Erika Hartmann: unsere heutige Firstlady.

40 Jahre lang führte Gerhard Forchheim das Amt des 2. Vorsitzenden aus, nämlich von Mai 1956 bis April 1996. Der Titel „Ehrenvorstandsmitglied“ war ihm selbstverständlich sicher. Sein Nachfolger wurde Gottfried Römer, der wiederum nach 2 Jahren von Gertrud Heibertshausen abgelöst wurde.

Die wichtige Funktion des Kassenwarts, auch Rechner genannt, hatte 32 Jahre lang bis zum Jahre 1987 Hugo Hantschel inne. Phieler wurde sein Nachfolger. Seit 1993 ist Herwig Stein der Finanzchef.

Der langjährige Schriftführer Heinrich Bender wurde 1982 von Walter Reinhard abgelöst und dieser wiederum 1993 von Erika Hofmann.

Im Vorstand waren oder sind außer den bisher schon genannten Personen: Paul Thiel, Josephine Rößner, Herta Hobler, Walter Hölscher, Josef Levy, Robert Wißner, Josef Kesselgruber, Eberhard Lotz, Karl Opitz, Wilmar Römer, Hermann Römer, Mechthild Schwalb, Ursula Müller, Marie Hauk, Renate Schmuck und Ingeborg Mann.

Zurück ins Jahr 1976: Wie bereits angedeutet, zog sich die Kreisvolkshochschule aus den Kulturvereinen zurück und baute ihre Eigenständigkeit aus. Es gab in den einzelnen Orten und so auch in Allendorf nur noch Kontaktpersonen bzw. Außenstellenleiter. Bei uns war eine Zeit lang der Außenstellenleiter auch gleichzeitig der 1. Vorsitzende des Kulturrings. Hierbei gingen allerdings Finanzmittel bzw. Zuschüsse von der Kreisverwaltung verloren. Anfang der 80er Jahre nahm die Reiselust ab und es wurde schwieriger, Reiserouten zu organisieren.

Im Januar 1982 gründete sich eine Obst- und Gartenbauabteilung. Ihr Leiter, Friedrich Fey, organisierte vor allem Schnitt- und Pfropflehrgänge, so waren es 1984 75 Teilnehmer. Seit dem Tode Feys 1997 ist diese Sparte noch zu besetzen.

Der Kulturring beteiligt sich auch an den Ferienspielen. So waren unter anderem ein Bachstau bei der Pirrmühle oder auch Abkochen an der Tagesordnung.

1986 fanden keine Theaterfahrten statt.

Im gleichen Jahr trat eine Resignation ein. So ist im Protokoll der Vorstandssitzung vom 15.1.1986 folgendes zu lesen: „Insgesamt ist damit festzustellen, dass der Kulturring immer weniger gefragt wird.“ Es wurde beschlossen, der Jahreshauptversammlung die Auflösung des Kulturrings vorzuschlagen. In der Jahreshauptversammlung im März geschah dies jedoch nicht. Der Vorstand blieb geschäftsführend noch ein Jahr im Amt.

Weiterhin wurde beschlossen, eine Spende von 6.000,00 DM an die Stadt zu überweisen für die Anschaffung einer elektronischen Sacral-Orgel für die Friedhofskapelle. Die Orgel wurde am 23.8.1986 in einer Feierstunde vom 1. Vorsitzenden Keil an den Bürgermeister der Stadt Allendorf (Lumda) übergeben.

Nach dem kleinen Tief erholte sich der Kulturring bald wieder. Schwerpunkte bildeten sich bei den Theaterfahrten. Neben den regelmäßigen Besuchen des Gießener Stadttheaters sind unbedingt die Bad Hersfelder Festspiele oder das Staatstheater Wiesbaden zu nennen. Ein Höhepunkt war im vergangenen Jahr (2000) die mehrtägige Oberammergauer Fahrt mit dem Besuch des alle 10 Jahre stattfindenden Passionsspiels. 45 Personen nahmen an diesem Ereignis teil.

Im Gießener Stadttheater erwarb man einen Theatersessel. Es wurden 1.000,00 DM dafür gezahlt.

Ferner versucht der Kulturring trotz seiner begrenzten Geldmittel in der Region ansässige Künstler bei ihren Aktionen finanziell zu unterstützen oder auch kulturelle Veranstaltungen z. B. im Künstlerhof Arnold ideell zu fördern. Hier an dieser Stelle sei auf den geringen Jahresmitgliederbeitrag von nur 5,00 DM hingewiesen, künftig 3,00 Euro.

Aus den verschiedenen Gründen und nicht zuletzt aus haftungsrechtlicher Sicht wurde die Eintragung in das Vereinsregister beschlossen. Die erforderliche Satzung nahm die Mitgliederversammlung am 5.  März 1998 mit 21 Ja- und einer Nein-Stimme an. Der Kulturring Allendorf (Lumda) wurde im August 1998 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Gießen eingetragen.

Noch 3 Zahlen aus der Mitgliederbewegung des Jubiläumsvereins: 1959 = 143, 1967 = 191 und zurzeit 220 Mitglieder; eine doch recht kontinuierlich nach oben gehende Mitgliederzahl, jedoch leider keine oder nur wenig junge Leute. Initiativen wie z. B. Neugründung einer Schachgruppe oder Gründung einer Laienspielgruppe sind erwünscht und werden durch den Kulturring ausdrücklich unterstützt.

Gäbe es den Kulturring nicht, müsste er erfunden werden oder anders gesagt: Gäbe es den Kulturring nicht, würde er uns sehr, sehr fehlen.

Ich wünsche dem Verein für die Zukunft alles Gute und eine noch breitere Aktivität. Ich bedanke mich für ihre Geduld und ihre Aufmerksamkeit.

Karl-Heinz Phieler
Die Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum fand im Bürgerhaus Allendorf (Lumda) statt unter der Leitung der 1. Vorsitzenden Erika Hartmann. Festredner war Dr. Friedhelm Häring, Leiter der Gießener Museen, der über die Bilder von Carl Engel referierte. Musikalisch umrahmt wurde das Programm durch das „Collegium Classicum Kirchberg“ mit Günna Reimer. Im großen Saal fand eine Bilderausstellung statt. Durch das Programm führte Hartmut Winkler.
Teilgenommen haben 87 Personen.

Weitere Aktivitäten der Folgejahre in chronologischer Aufstellung:

2001:

Stadttheater Gießen/TiL: 6 Vorstellungen: Hänsel und Gretel, Nathan der Weise,
Die Mausefalle, Die schöne Galathe, Madame Pompadour, Außer Kontrolle.
Staatstheater Wiesbaden – Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß
Alte Oper Frankfurt – Liederabend mit Monserrat Caballé
Führung im Oberhessischen Museum in Gießen unter Leitung von Dr. Häring
Fotogruppe:

Exkursion in den Vogelsberg
Anschaffung von Computern und Kamera

JHV: Vorstandswahl:
1. Vorsitzende: Erika Hartmann
2. Vorsitzende: Gertrud Heibertshausen
Rechner: Herwig Stein
Schriftführer: Erika Hofmann
Theatergruppe: Johanna Muth
Fotogruppe: Hartmut Winkler
Beisitzer: Ingeborg Mann, Herr Hölscher, Frau Schmuck
JHV Beiprogramm: Diavortrag von Klaus Kober über Irland
Fotogruppe: Anschaffung von neuen Computern

19.05.2001: Festveranstaltung „50 Jahre Kulturring Allendorf/Lda.“

2002:

Stadttheater Gießen/Til: 4 Vorstellungen: Mitsommernachtstraum,
Zur schönen Aussicht, Commedian Harmonist, My fair Lady
Staatstheater Meiningen – „Cosi fan tutte“, Oper
Staatstheater Wiesbaden – „Feuerwerk“
Stiftsruine Bad Hersfeld – „Die drei Musketiere“
Dichterlesung mit Siegwart Roth aus „Knotterbock“
Besuch der Hessenschau am Maintower
Besuch des Oberhessischen Museums in Gießen
Fotogruppe:

Anschaffung einer neuen Digitalkamera
Erstellung einer Postkartenserie über Allendorf/Lda.

JHV Beiprogramm: Dichterlesung mit Siegward Roth

2003:

Stadttheater Gießen/Til: 4 Vorstellungen:
Norma, Diener zweier Herren, Martha, Fedora, Mannsbilder
Stiftsruine Bad Hersfeld – „Jesus Christus Superstar“
Staatstheater Wiesbaden – „La Traviata“, Oper
Tagesfahrt nach Frankfurt zur Rembrandtausstellung
Fotogruppe:

Ehrung durch den Landrat des Landkreises Gießen
Umstellung auf digitale Technik
Exkursionen nach Miltenberg und in den Palmengarten

JHV Beiprogramm:

Diavortrag von Hartmut Winkler über Berge und Bahnen
in der Schweiz

Seit 2003 wird der Vorstand des Kulturrings von der Intendantin des Gießener Stadttheaters, Cathérine Miville, zu Beginn der Theatersaison zu einer Informationsveranstaltung zur Vorstellung des neuen Programms eingeladen.

2004:

Stadttheater Gießen/TiL: 4 Vorstellungen:
Tod eines Handlungsreisenden, Dreigroschenoper,
Florentiner Hut, Lukrezia Borgia,
Freilichtbühne Hallenberg – „Feuerwerk“
Staatstheater Wiesbaden – „Rigoletto“, Oper
Besuch des Mathematikums, anschließend Vortrag im Liebig-Museum
Karlsruhe – Brahmssaal – Konzert mit dem Dirigenten Jochen Heibertshausen
Erstmals Ferienspiele: Freilichtbühne Hallenberg „Pippi im Taka-Tuka-Land“ –
JHV: Vorstandswahl
1. Vorsitzende: Erika Hartmann
2. Vorsitzende: Gertrud Heibertshausen
3. Schriftführerin: Erika Hofmann
4. Rechner: Herwig Stein
5. Theatergruppe: Johanna Muth
6. Fotogruppe: Hartmut Winkler
7. Beisitzer: Inge Mann
8. Beisitzer: Walter Hölscher
9. Beisitzer: Helga Kröck (neu)
Fotogruppe:

Die Fotogruppe ist komplett digital.
Frühjahrsexkursion in den Schmetterlingspark Bendorf am Rhein

JHV Beiprogramm: Mundartlesung von Lothar Worm

2005:

Stadttheater Gießen/TiL: 4 Vorstellungen:
Don Carlos, Diener zweier Herren, Evita, Schmachtigallen
Alte Oper Frankfurt – „Johann Strauß Konzert-Gala“
Staatstheater Meiningen – „Der Graf von Luxemburg“
Freilichtbühne Hallenberg – „Im weißen Rössl“ Operette
Fotogruppe:

Erstellung eines Kalenders mit Allendorfer Motiven
Anschaffung von 4 Bildprogrammen

JHV Beiprogramm: Brigitte Koischwitz (Einfrauentheater)

2006:

Stadttheater Gießen/TiL: 6 Vorstellungen: Falstaff, Die verkaufte Braut,
Bastien und Bastienne, Cyriano de Bergerac, Tango, Die Csardasfürstin,
Freilichtbühne Hallenberg – „Feuerzangenbowle“
Tagesfahrt nach Münnerstadt: Picasso-Ausstellung
3-Tagesfahrt nach Erfurt – Besuch der Domfestspiele
Fotogruppe:

Besuch der Photokina in Köln
Erstellung eines Kalenders: „Historisches Allendorf“

JHV Beiprogramm: Bildvortrag über die Insel Sylt von Herwig Stein

Ferienspiele: Freilichtbühne Hallenberg „Biene Maja“

2007:

Stadttheater Gießen/TiL: 4 Vorstellungen:
La Generentola, Don Giovanni, Oliver Twist, Anatevka,
Freilichtbühne Hallenberg – „Piroschka“
Stiftsruine Bad Hersfeld – „Zar und Zimmermann“, Oper
Staatstheater Wiesbaden – La Traviata
Marburg: Ausstellung 800 Jahre Heilige Elisabeth
Fotogruppe: Fotoexkursionen nach Thüringen und in den Hainichwald
JHV: Vorstandswahl:
1. Vorsitzende: Herwig Stein (Umzug von Frau Hartmann nach Berlin)
2. Vorsitzender: Gertrud Heibertshausen
3. Schriftführerin: Helga Kröck
4. Rechner: Erika Hofmann
5. Theatergruppe: Johanna Muth
6. Fotogruppe: Hartmut Winkler
7. Ingeborg Mann
8. Walter Hölscher
9. Agnes Bandur (neu)
Ehrenvorsitzende: Erika Hartmann und Gerhard Forchheim
JHV Beiprogramm: Bildvortrag von Klaus Kober über die Bretagne

2008:

Stadttheater Gießen/TiL: 4 Vorstellungen:
Mutters Courage, Andrea Chenier, Die göttliche Komödie, Der alte Tänzer
Staatstheater Wiesbaden – „Die Fledermaus“
Stadtführung in Amöneburg und Einkehr in der „Brücker Mühle“
Rosengärtchen Wetzlar – „Wie einst im Mai“, Operette von Walter Kollo
Fotogruppe:

digitale Präsentation „225 Jahre Kirche und 100 Jahre Wasserturm
in Climbach“
Besuch der Photokina in Köln
Teilnahme am Leica Erlebnistag in Wetzlar

JHV Beiprogramm: Diavortrag von Herrn Leinweber und Herrn Kröck über Korsika
Ferienspiele: Freilichtbühne Hallenberg

2009:

Stadttheater Gießen/TiL: 4 Aufführungen:
3 Musketiere; 6. Sinfoniekonzert, Der geheime Garten, Der Messias
Rosengärtchen Wetzlar – „Evita“
Freilichtbühne Hallenberg – „Charlys Tante“
Mundartlesung von Lothar Worm
Fotogruppe: Erarbeitung einer digitalen Fotoschau
JHV Beiprogramm:

Digitale Bilderschau von Herwig Stein:
über die Rocky Mountains nach Death Valley

Ferienspiele: Freilichtbühne Hallenberg: „König der Löwen“

2010:

Stadttheater Gießen/TiL: 4 Aufführungen:
La Favorita; Hofmanns Erzählungen, Zauberflöte, Der Gott des Gemetzels
Passionsspiele in Oberammergau vom 03.09.2010 – 06.09.2010
Fahrt auf der Lahn mit dem „Schlammbeißer“ des Marinevereins
Fotogruppe:

Besuch der Photokina in Köln
Fotoexkursion an den Edersee
Teilnahme am „Leica Erlebnistag“ in Wetzlar
Erstellung einer zeitgeschichtlichen Dokumentation auf DVD

JHV: Vorstandswahlen
1. Vorsitzende: Herwig Stein
2. Vorsitzender: Hartmut Winkler
3. Schriftführerin: Gisela Schmiedel (neu)
4. Rechner: Erika Hofmann
5. Theatergruppe: Johanna Muth
6. Fotogruppe: Hartmut Winkler
7. Ingeborg Mann
8. Ida Garrecht (neu)
9. Inge Gundlach (neu)
Ferienspiele: Freilichtbühne Hallenberg: „König der Löwen“
JHV Beiprogramm: Digitale Bilderschau: Wüsten der Erde

2011:

60 Jahre Kulturring Allendorf/Lumda – erstmalige Erstellung eines Flyers zur
Verteilung in die Haushalte
5 Aufführungen im Stadttheater Gießen:
Lo Schiavo, Endstation Sehnsucht, Schmachtigallen,
Hochzeit des Figaro, Gershwin: Vom Big Apple nach Paris
Staatstheater Kassel – „Abba in Conzert“
Vortrag von E. O. Finger: „Die Kultur der Kelten in Mittelhessen“
Besuch des Keltenmuseums in Glauberg
Stiftsruine Bad Hersfeld – Konzert mit dem „Dresdner Kreuzchor“
Freilichtbühne Hallenberg – „Der Vogelhändler“, Operette
Besichtigung von Point Alpha, Führung im Dom zu Fulda, anschl. Spanferkelessen
Fotogruppe:

Erstellung eines Kalenders in A3-Größe
Besuch der Wetzlarer Altstadt
Fahrt an den Rhein / Kloster Eberbach / Rüdesheim
Fahrt nach Marburg „Marburg by Night“
Internetpräsentation der Fotogruppe: www.fotogruppe-allendorf.de

JHV Beiprogramm: Hartmut Winkler zeigt den Film: „Tod am Keltenhof“
Ferienspiele: Ausgefallen mangels Beteiligung

2012:

Stadtheater Gießen/TiL: 4 Vorstellungen:
Othello, Arsen und Spitzenhäubchen, Cabaret, Beethovens 9. Sinfonie,
Staatstheater Wiesbaden – „Aida“
Staatstheater Wiesbaden – „My fair Lady“
Schlosstheater Fulda – „Die Päpstin“
Freilichtbühne Hallenberg – „Les Miserables“
Besuch des Hugenottenmuseums in Schwabendorf
Lesung mit Siegward Roth im Künstlerhof Arnold
JHV Beiprogramm:

 Lichtbildervortrag von Herrn Badouin über die
„Hugenotten in Hessen“

Ferienspiele: Freilichtbühne Hallenberg „Dschungelbuch“

2013:

Stadttheater Gießen und TiL.: 5 Vorstellungen:
Freischütz, I wanna be loved by you, Victoria und ihr Husar,
Agrippina, Schmachtigallen
Staatstheater Wiesbaden – „Die verkaufte Braut“
Besuch des Vorstandes im Marionettentheater Schartenhof
– „Die Hochzeit des Figaro“
Freilichtbühne Hallenberg – „Anatevka“
Kräuterwanderung in Allendorf/Lda. mit Anja Böhme
Halbtagesfahrt nach Laubach
Führung durch den Botanischen Garten Gießen
Tagesfahrt nach Bonn „Haus der Geschichte“
Fotogruppe: Erstellung eines Fotokalenders
JHV: Vorstandswahl:
1. Vorsitzende: Herwig Stein
2. Vorsitzender: Hartmut Winkler
3. Schriftführerin: Gisela Schmiedel
4. Rechner: Erika Hofmann
5. Theatergruppe: Johanna Muth
6. Fotogruppe: Hartmut Winkler
7. Christiane Hümmer (neu)
8. Ida Garrecht
9. Inge Gundlach
Nachwahl für die verstorbene Beisitzerin Inge Mann: Christiane Hümmer
JHV Beiprogramm: Vortrag von Anja Böhme „Wildkräuter“
Ferienspiele: Erneut ausgefallen mangels Beteiligung
Neue Internetpräsenz des Kulturrings www.kulturring-allendorf.de

2014:

Stadttheater Gießen: 4 Vorstellungen:
Die Fledermaus, Requiem, Der fliegende Holländer, Idomeneo,
Stiftsruine Bad Hersfeld – „Kiss me Kate“
Staatstheater Kassel – „Rigoletto“
Marionettentheater Eckelshausen – „Die lustigen Weiber von Windsor“
Führung auf dem Alten Friedhof
Besuch der Schaukäserei Hungen
Tagesausflug nach Oppenheim, Führung im Weinmuseum, anschl. Weingut Dannenfelser
Keine Ferienspiele
JHV Beiprogramm: Bilderschau von Herwig Stein: Neuseeland
Fotogruppe: Herbstexkursion der Fotogruppe in die Rhön, Verzicht auf Kalender,

2015:

Stadttheater Gießen: 6 Vorstellungen
Entführung aus dem Serail, Weibsteufel, Kuss der Spinnenfrau,
Linda di Chamonix, Frau Müller muss weg, Eugen Onegin,
Opernfestspiele Bad Hersfeld – „Der Bettelstudent“
Gastspiel Kikerikitheater in Garbenteich
Besuch von Hofgut und Schloss Friedelhausen
Tagesfahrt nach Eisenach mit Besuch der Wartburg, Stadtführung.
JHV Beiprogramm: Kanada – von der Prärie in die Rocky Mountains von Herwig Stein

Mitgliederstand 2009: 222
Mitgliederstand 2010: 221
Mitgliederstand 2011: 236
Mitgliederstand 2012: 255
Mitgliederstand 2013: 265
Mitgliederstand 2014: 261
Mitgliederstand 2015: 277

Einladung Jahreshauptversammlung 2015

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung findet am 20. März 2015 um 19.30 Uhr im kleinen Saal im Bürgerhaus in Allendorf statt. Hierzu laden wir die Mitglieder herzlich ein.

Tagesordnung :

    1. Begrüßung
    2. Totenehrung
    3. Ehrungen für 40, 50 und 60jährige Mitgliedschaft
    4. Tätigkeitsgerichte für das Jahr 2014
      • Theatergruppe
      • Fotogruppe
      • Vorsitzender
    5. Bericht der Kassenführerin
    6. Aussprache zu den Berichten
    7. Bericht der Kassenprüfer
    8. Entlastung des Vorstandes
    9. Kassenprüferwahl
    10. Verschiedenes
    11. Digitale Bilderschau „ Kanada – von der Prärie in die Rocky Mountains“

Der Vorstand

Fahrt nach Oppenheim

Mitglieder des Kulturrings im Weinberg.

Mitglieder des Kulturrings im Weinberg.

Der Kulturring Allendorf/Lumda e.V. besuchte Oppenheim und ein Weingut in Rheinhessen. Am Samstag, 30. August machte sich eine Gruppe von 30 Personen auf den Weg  in den Weinort Oppenheim am Rhein. Zunächst stand ein Besuch im Deutschen Weinbaumuseum auf dem Programm. Unter fachkundiger Führung des Museumsleiters konnten die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von 5000qm 2000 Jahre Weinbaukultur aus der Perspektive des Winzers vom Anbau bis zur Abfüllung in einem eineinhalbstündigen Rundgang kennen lernen.

Nach dem Mittagessen ging es dann mit dem Bus weiter in das nahegelegene Weingut Dannenfelser in Mörstadt. Hier wurde die Gruppe bereits vom Seniorchef Wolfgang Dannenfelser erwartet und begrüßt. Bei strahlendem Sonnenschein startete hier eine gemächliche Wanderung durch die Weinberge rund um Mörstadt. Hierbei informierte uns der Winzer über die verschiedenen Weinarten und deren Besonderheiten. Aber auch die vielfältigen Arbeiten im Weinbau wurden konnten hier anschaulich erklärt werden. Und natürlich hatten wir Gelegenheit, uns die inzwischen  schon teilweise reifen Trauben schmecken zu lassen.

Nach Ende des Rundganges erwartete uns eine Weinprobe in dem als Familienbetrieb geführten Weingut. Bei selbstgebackenem Flammkuchen und Spundekäs war es schon ein kulinarischer Genuss die verschiedenen Weinsorten zu verkosten. Dabei informierte uns Herr Dannenfelser über die Besonderheiten der einzelnen Weinsorten sowie über den jeweiligen Alkoholgehalt, den Restsüßegehalt und den Säuregehalt.

Ausgestattet mit diesen Kenntnissen hatten wir nun Gelegenheit, sogleich ausgewählte Weine mit nach Hause zu nehmen.  Gegen 22.00 Uhr kehrten wir wieder wohlbehalten ins Lumdatal zurück.

Ausflug nach Laubach

Am 15.06.2013 erkundete der Kulturring Allendorf Laubach. Zunächst wurden die Teilnehmer bei einem Rundgang durch die Altstadt von „Hofrat Crespel“ über die bewegte Historie Laubachs informiert, anschließend wurde das Puppenstubenmuseum besucht.

Zu einem Halbtagsausflug nach Laubach hatte der Kulturring Allendorf e. V. am Freitag eingeladen und 20 Mitglieder beteiligten sich daran. Der 2.Vorsitzende Hartmut Winkler hatte diesen Besuch organisiert und begrüßte die Teilnehmer am Brunnen im Schlosshof. Dort traf die Gruppe zunächst die „Kaltmamsell Lisbeth“, die lautstark verkündete, dass der Hofrat Crespel wohl wieder in einer Schenke dem Schnaps zu stark zugesprochen habe. Man traf ihn dann aber doch auf der Schlosstreppe. Er lebte in Wirklichkeit von 1747 bis 1813 und verbrachte seine letzten 20 Lebensjahre in Laubach. Er versetzte die Zuhörer in seine Zeit etwa 200 Jahre zurück, erzählte Kurioses aus der damaligen Zeit und zu seiner Person. Zunächst aber beleuchtete er die Entstehungsgeschichte des 600 Jahre alten Schlosses. Es wurde im 16. Jahrhundert zur Residenz der Grafen zu Solms-Laubach und wird bis heute von deren Nachfahren bewohnt. Im Schloss gibt es eine der größten Bibliotheken Europas im Privatbesitz mit rund 120.000 Titeln. Der weitere Rundgang führte an Remise und Marstall vorbei in die Altstadt. Dabei berichtete der Hofrat Interessantes aus Laubachs wechselvoller Geschichte, immer gewürzt mit einem Schuss Humor und ab und zu unterbrochen von der meist keifenden Lisbeth.

Zum Abschluss des Rundgangs führte der Hofrat die Gruppe in die Stadtkirche und wies vor allem auf die 250 Jahre alte Barockorgel mit ihrem sehenswerten Prospekt hin. In der Reformation sei die Kirche evangelisch geworden und sei die Grablege des ersten Solms-Laubacher Grafen Friedrich Magnus. Am Torbogen des Schlosses dankte Winkler den beiden für die informative und humorvolle Führung, bevor sich die beiden, Crespel alias Horst Lang und Lisbeth alias Bettina Kranz-Lang, von den Teilnehmern verabschiedeten.

Anschließend besuchten die Allendorfer  das Puppenstubenmuseum. Ihre Kgl. Hoheit Prinzessin Monika von Hannover geb. Gräfin zu Solms-Laubach hat über Jahrzehnte rund 80 Puppenstuben gesammelt. Um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, richtete sie in einer einfachen historischen Fachwerkscheune in unmittelbarer Nähe des Schlosses dieses Museum ein. Diese einzigartige umfangreiche Sammlung erstreckt sich über drei Epochen Jugendstil, Gründerzeit und Biedermeier. Dank moderner Technik vermittelt das Museum die Faszination der „Großen Welt im Kleinen“ und die Besucher waren davon sehr beeindruckt.

Den Abschluss dieses Ausflugs bildete ein gemeinsames Abendessen im Wirtshaus am Park.

Fotos von kim: Laubach (1)-(8) und hw: 2013-06-15 Laubach

Jahreshauptversammlung 2013

Kulturring Allendorf: 22 neue Mitglieder gewonnen * Auch 2014 wieder Kalender der Fotogruppe * Vortrag: „Frühjahrsputz – Mit Wildkräutern gesund in den Frühling“

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kulturrings Allendorf e. V. begrüßte der 1. Vorsitzende Herwig Stein am Freitagabend 35 Teilnehmer im kleinen Saal  des Allendorfer Bürgerhauses. Zunächst gedachten die Anwesenden der zwei Verstorbenen des vergangenen Jahres. Erfreut zeigte sich Stein über die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Entgegen dem Trend sinkender Zahlen in vielen Vereinen konnte der Kulturring 22 neue Mitglieder gewinnen und zählt nun 255 Personen, von denen einige seit Jahrzehnten im Verein sind.

Besonders geehrt  für 60jährige Mitgliedschaft wurden Rudolf Schmidt und Heinrich Weißbender. 50 Jahre Mitglied sind Anneliese Haubfleisch und Mechthild Schwalb (abwesend) und 40 Jahre Waltraud Reinhard und Hedwig Wüst (abwesend). Ihnen wurde vom Vorsitzenden als Dank ein kleines Präsent überreicht.

Ehrungen 2013

Ehrungen in der Jahreshauptversammlung 2013: Heinrich Weißbender und Rudolf Schmidt (beide 60 Jahre), Waltraud Reinhard (40 Jahre) und Anneliese Haubfleisch (50 Jahre); rechts 1. Vorsitzender Herwig Stein, links 2. Vorsitzender Hartmut Winkler

Die Leiterin der Theatergruppe Johanna Muth berichtete anschließend von den Aktivitäten dieser Gruppe. Im Stadttheater Gießen wurden das Musical „Cabaret“, die Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“, die Neunte Sinfonie von Beethoven und das Shakespare-Schauspiel „Othello“ besucht. Ins Staatstheater Wiesbaden führte die Fahrt zur Oper „Aida“ von Verdi, ins Schlosstheater Fulda zum Musical „Die Päpstin“ und zur Freilichtbühne Hallenberg zum Schauspiel „Les Miserables“, das hervorragend von Laienschauspielern dargeboten wurde. Die Teilnehmerzahlen lagen durchweg bei über 40 Personen. Im Rahmen der Ferienspiele wurde mit 20 Kindern „Das Dschungelbuch“ in Hallenberg besucht. Ausblick auf 2013: Im April steht die Operette „Victoria und ihr Husar“ von Paul Abraham und im Mai die Oper „Agrippina“ von G. F. Händel im Stadttheater Gießen auf dem Programm. Im Sommer wird das Musical „Anatevka“  und im Rahmen der Ferienspiele „Wickie und die starken Männer“ in Hallenberg besucht.

Für die Fotogruppe berichtete deren Leiter und 2. Vorsitzende des Kulturrings Hartmut Winkler von monatlichen Treffen, die zumeist der gegenseitigen Fortbildung dienen, um mit der technischen Entwicklung der Digitalfotografie mitzuhalten. Umfangreichstes Projekt war wieder der „Allendorfer Kalender 2013“ mit Fotos aus der Kernstadt und den Stadtteilen. Auch für 2014 ist wieder ein Kalender geplant.

Vorsitzender Stein erwähnte in seinem Tätigkeitsbericht als besondere Höhepunkte einen Vortrag über die Hugenotten in Hessen von Gerhard Badouin sowie eine Fahrt zum Hugenottendorf Schwabendorf mit dem Besuch des dortigen Dorfmuseums, ferner eine Lesung mit dem Buchautor Siegward Roth im Künstlerhof Arnold, wo 50 Zuhörer Ausschnitte aus seinen Werken hören wollten. Für 2013 kündigte er eine Halbtagsfahrt nach Laubach mit Stadtführung und Besuch des Puppenstubenmuseums im Juni sowie eine Führung durch den Botanischen Garten Gießen im Juli an. Im September steht schließlich eine Ganztagsfahrt  nach Bonn ins „Haus der Geschichte“ mit anschließender Stadtrundfahrt auf dem Programm.

Aus dem Bericht der Kassenführerin Erika Hofmann ging hervor, dass der Verein auf einer soliden finanziellen Grundlage steht und die Kasse in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen ist. Die Kassenprüfer Harald Krause und Gertrud Ludwig bescheinigten eine „hervorragende“ Kassenführung, an der nichts zu beanstanden war. Die beantragte Entlastung der Kassiererin und des Vorstandes wurde einstimmig erteilt. Als neue Kassenprüferin für die ausscheidende Gertrud Ludwig wurde Gerda Fibikar einstimmig gewählt, Krause prüft noch ein weiteres Jahr.

Die Vorstandswahlen ergaben keine Veränderungen, alle wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt: 1. Vorsitzender Herwig Stein, 2. Vorsitzender Hartmut Winkler, Kassenführerin Erika Hofmann, Schriftführerin Gisela Schmiedel, Beisitzerinnen Ida Garrecht, Inge Gundlach und Christiane Hümmer.

Unter „Verschiedenes“ erläuterte Stein das neue „SEPA-Lastschriftverfahren“, das gemäß EU-Vorschrift jetzt anzuwenden ist. Er gab auch die neue Internetpräsenz des Kulturrings mit der Adresse www.kulturring-allendorf.de bekannt, die vom Vereinsmitglied Harald Krause betreut wird. Herbert Walther regte an, die jährliche Kunstausstellung zum Nikelsmarkt gemeinsam mit der Fotogruppe zu gestalten, was von ihrem Leiter gern zugesagt wurde,

An den offiziellen Teil schloss sich ein Vortrag der „Kräuterfrau“ Anja Böhme (Treis) unter dem Thema „Frühjahrsputz – Mit Wildkräutern gesund in den Frühling“ an. An ausgewählten Beispiel erläuterte sie die gesundheitsfördernde Wirkung verschiedener Wildkräuter wie beispielsweise Birkenblätter, Brennnessel, Löwenzahn, Spitzwegerich, Sauerampfer oder Bärlauch, warnte aber auch vor Gefahren bei Verwechslung mit schädlichen oder giftigen Pflanzen. Deshalb dürfe nur der selbst Kräuter sammeln, der sich genau auskennt, ansonsten solle man lieber auf Fertigprodukte zurückgreifen. Von handelsüblichen Teebeuteln riet sie allerdings ab. Nach einer regen Fragerunde folgte der Hinweis auf die Kräuterwanderung am 27. April ab 14 Uhr, Treffpunkt ist am Lauftreff Allendorf.

Vortrag Böhme

„Frühjahrsputz -Mit Wildkräutern gesund in den Frühling“ – Zu diesem Thema sprach „Kräuterfrau“ Anja Böhme zu den Mitgliedern des Kulturrings

Bericht und Fotos für die Gießener Allgemeine von Karl Heinrich Imig.

„Geschlechterzores“ in Allendorf

Kulturring hatte zu Leseabend eingeladen: Siegward Roth las im Künstlerhof Arnold aus seinen Büchern Geschlechterzores (in Mundart) und K-Wache (auf Hochdeutsch)

Siegward Roth liest aus seinem Buch Geschlechterzores

ALLENDORF/LUMDA (kim). Zu einem Leseabend aus seinen Büchern hatte der Kulturring Allendorf am Freitagabend den aus der nicht mehr bestehenden Mundart-Gesangsgruppe „Fäägmeel“ weithin bekannten Siegward Roth in den Künstlerhof eingeladen. Wegen des unsicheren Wetters wurde die Veranstaltung vorsichtshalber vom Biergarten in die stilgerecht eingerichtete Scheune verlegt. Dort begrüßte der 2. Vorsitzende Hartmut Winkler die etwa 35 Besucher zu einem unterhaltsamen Abend, stellte den Autor kurz vor und betonte, der Kulturring wolle mit solchen Veranstaltungen etwas mehr Kultur in das Lumdastädtchen bringen.
Nach Beendigung des Projekts „Fäägmeel“ blieb für den Autor Roth mit dem „Geschlechterzores – En Leitfoarrem fier mittelhessische Männer“ (erschienen 2007) die Mundart weiterhin ein wichtiger Bestandteil seines Schaffens. In den von ihm ausgewählten Auszügen kam immer wieder die unterschiedliche Gefühlslage von Mann und Frau zur Sprache.  Zum Beispiel beobachtet ein Ehepaar in einem vornehmen Restaurant, wie ein Mann gegen eine Glastür rennt. Er reagiert mitfühlend und stöhnt mit schmerzverzerrtem Gesicht „Oauuh“, sie lacht schallend und sagt vorwurfsvoll: „Geje de frisch gebotzte Scheib!“ In „Das brechende Auge“ erzählt sie ihren Traum, er sei gestorben und sie habe ihm das brechende Auge zugedrückt, seine Antwort: „Du  häst ean deim Traum oabwoarte kenne, bis es ganz gebroche woar.“ Und abschließend bemerkt sie: „Wann eener vo ihs bäre stirbt, dann zeih ech wirrer noch Geiße!“
Nach einer kurzen Pause ging der Autor zum Hochdeutschen über und zitierte aus seinem Kriminalroman „K-Wache“ (erschienen 2011), der aus dem Alltag einer Gießener Polizeiwache am Berliner Platz berichtet. Alle im Roman genannten Orte werden dem Gießenkenner bekannt vorkommen. Beispielhaft las Roth, wie der Kriminalhauptkommissar Hecker in einer Nacht zwei Einbruchs-Tatorte aufnehmen muss. Der eine ist eine Villa am Schwanenteich, bewohnt von einem arroganten Professor, der glaubt, den Kommissar vorwurfsvoll belehren zu müssen, sowie von seiner ebenso arroganten und erheblich jüngeren Ehefrau. Der zweite Tatort liegt in Wieseck im Parterre eines Mehrfamilienhauses, bewohnt von einem Rentnerehepaar aus dem Arbeitermilieu, das ihn freundlich begrüßt, sich für sein Kommen bedankt und ihn mit Kuchen und selbstgemachtem Himbeersaft  bewirtet. Schließlich wird er zu einem dritten Tatort in der Schottstraße beordert, wo eine angekündigte Gewalttat stattgefunden hatte. Allerdings war nicht die junge Frau, die sich bedroht fühlte, sondern ihr Vater das Opfer und bereits in die Notaufnahme eingeliefert. Im Gewusel zwischen Sanitätern und Spurensicherung musste Hecker die Angehörigen befragen, was sich bei deren Schock schwierig gestaltete.
Nach rund 90 Minuten beendete Siegward Roth die Lesung und wurde mit reichlichem Beifall belohnt.

Hier einige Bilder dieses Abends.

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