Besuch der Hugenottensiedlung Schwabendorf

Nach dem die Vereinsmitglieder bereits am 23. 3. 2012 in einem interessanten Lichtbildervortag über die Entwicklung der Hugenotten von der Einwanderung bis heute informiert wurden, besuchten am 28. April 25 Teilnehmer den kleinen Ort Schwabendorf, der inzwischen ein Ortsteil der Gemeinde Rauschenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist.

Vor dem Museum

Die Teilnehmer wurden von Vertretern des Arbeitskreises für die Geschichte der Hugenotten und Waldenser begrüßt und anschließend durch das sehr interessante Museum geführt. Hierbei erfuhren sie mehr über die Geschichte des im Jahre 1687 gegründeten Dorfes Schwabendorf. Damals siedelten hier 116 französische Glaubensflüchtlinge . Auf dem Dorfplatz erinnert noch ein Gedenkstein an die Namen der Einwandererfamilien. Unter den zahlreichen Exponaten, deren Bedeutung und Historie im Rahmen der Museumsführung erläutert wurden, befindet sich, gewissermaßen als „Highlight“ eine noch funktionsfähige Strumpfwirkmaschine, die aus der französischen Heimat nach Schwabendorf gebracht wurde.

Die Hugenotten beherrschten, diese im damaligen Reich noch völlig unbekannte Technik. Hierdurch konnten Sie den hiesigen Adel mit ihren Textilprodukten beliefern und damit zum Teil ihren Lebensunterhalt bestreiten. Mit einem Dorfrundgang und dem Besuch der hugenottischen Kirche endete der Besuch in Schwabendorf.

Anschließend ließen die Teilnehmer in einem Amöneburger Restaurant bei herrlichem Sonnenschein den Tag ausklingen.